Schnarchen effektiv bekämpfen: Radiofrequenztherapie, eine sanfte Methode

Schnarchen effektiv bekämpfen:

Radiofrequenztherapie, eine sanfte Methode

Schnarchen ist nicht immer nur ein lästiges, aber harmloses Phänomen:

Neben der Störung der Nachtruhe für den Partner/die Partnerin des Schnarchers besteht die Möglichkeit am Schlafapnoe-Syndrom zu erkranken. Eine sorgfältige Diagnostik ist bei Verdacht immer angeraten.
Schnarchen entsteht, wenn die Atemtätigkeit während des Schlafes Gaumen und Zäpfchen in Schwingung versetzt. Häufig ist die Nasenatmung behindert, wodurch der Schlafende durch den Mund atmet, was das Gaumensegel schwingen lässt. Übergewicht kann ein weiterer Faktor sein, ebenfalls die Schlafposition, Alkoholgenuss und die Einnahme bestimmter Medikamente. Viele Menschen sind nur gelegentlich von der Symptomatik betroffen, etwa während eines Schnupfens, andere schnarchen regelmäßig. Nach vorsichtigen Schätzungen sind über die Hälfte der erwachsenen Männer und knapp 40% aller Frauen betroffen.

Dem Schnarchen auf den Grund gehen:

Die Diagnostik

Um den Ursachen des Schnarchens auf den Grund zu gehen, untersuchen wir den Patienten auf Erkrankungen des Nasen-/Rachenraumes, die die Atmung während des Schlafs beeinträchtigen könnten. Dazu gehören beispielsweise Nasenscheidewandverkrümmung, Kieferhöhlenentzündungen, vergrößerte Nasenmuscheln und Allergien. Beim Verdacht auf das Schlafapnoe-Syndrom wird der behandelnde Arzt immer erst die Vorgeschichte (Anamnese) erfragen. Findet der Patient dauerhaft keinen erholsamen Schlaf, werden vom Partner Atemaussetzer beobachtet und leiden beide unter dem lauten Schnarchen, liegen Hinweise auf das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom vor. In diesem Fall ist eine Schlafdiagnostik angezeigt. Hierbei werden unter anderem die Atemtätigkeit, Atemgeräusche, Sauerstoffsättigung im Blut, die Herzfrequenz, sowie die Körperlage kontrolliert bzw. gemessen.

Das Schnarchen erfolgreich bekämpfen: Die Radiofrequenztherapie

Beste Erfahrungen haben wir mit der etablierten Methode der Radiofrequenztherapie sammeln können. Bei dieser Therapieform kommt es dank des schonenden Vorgehens in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Wundheilungsstörungen, Schluckbeschwerden, leichten Schwellungen oder einer vorübergehenden Atemnot. Dafür ist die Erfolgsrate hoch: Bei bis zu 70% der behandelten Patienten ist eine spürbare Verbesserung des Schnarchens festzustellen, bei 25% verschwindet die Symptomatik ganz.

Sinn des (unblutigen) operativen Eingriffs ist die Reduktion überschüssigen Gewebes des weichen Gaumens, das, wie oben ausgeführt, die Schnarchgeräusche verursacht. Die Vernarbung infolge des Eingriffs erzeugt eine Straffung der betroffenen Stellen. In einem Zeitraum von vier bis acht Wochen schrumpft der weiche Gaumen um fünf Millimeter.

Wir erreichen dieses Ziel mit Hilfe hochfrequenten Wechselstroms, der durch sehr feine Nadeln fließt und bestimmte Stellen in der Mundhöhle sanft auf ca. 70°C erwärmt. Der Vorgang dauert zehn Minuten und wird unter Narkose durchgeführt. Während andere Methoden, beispielsweise durch den Einsatz von Lasern, das Gewebe verbrennen, ist die behutsame Erwärmung ein sehr schonendes Verfahren. Oft wird der Eingriff in Kombination mit einer OP an den Atemwegen durchgeführt.

Patienteninformation
Schnarchen
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