Reflux-Laryngitis

Jeder fünfte Deutsche leidet unter der Refluxkrankheit, deren Hauptsymptom das Sodbrennen ist.

Von dieser Erkrankung müssen wir die Reflux-Laryngitis unterscheiden.

Bei ihr bleibt in vielen Fällen das Sodbrennen aus. Stattdessen treten Rötungen im Bereich des Kehlkopfes sowie ein Reizhusten auf, der nicht auf eine Infektion durch Bakterien oder Pilze zurückgeführt werden kann.

Bei leichten Formen der Refluxkrankheit entspannt sich der Speiseröhrenschließmuskel auch unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Dem Problem auf den Grund gehen:

URSACHEN

URSACHEN

Der Krankheitsprozess wird durch folgende Faktoren gefördert:

  • Starkes Übergewicht
  • Übermäßigen Alkoholgenuss
  • Fette oder scharfe Speisen, durch Kaffee und Nikotinkonsum, übersäuerten Magen
  • Stress, physische und psychische Belastung
  • Bestimmte Medikamente


SYMPTOME

Zu den typischen Beschwerden zählen morgendliche Heiserkeit, chronischer Husten, asthmaähnliche Beschwerden und das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben. Oft werden diese Symptome auch durch Bewegungen, wie beispielsweise Bücken, die den Druck auf den Magen erhöhen und saures Aufstoßen bewirken aber auch durch den Genuss von Alkohol oder das Rauchen ausgelöst. Zusätzlich können zuckerhaltige Getränke wie Cola die Symptomatik verstärken. Besonders stark ausgeprägt ist das Krankheitsbild im Liegen.

BEHANDLUNG

Als wichtigstes Ziel verfolgen wir bei der Behandlung die Steigerung des Druckgefälles zwischen Speiseröhre und Magen bzw. die Erhöhung der Muskelspannung des Speiseröhrenschließmuskels. Dadurch können wir den Reflux und seine schädigende Wirkung vermindern.

Die Behandlung erfolgt je nach Schwere der Krankheit.

Eine Änderung der Lebensgewohnheiten führt bereits bei 20 % der Patienten zum Verschwinden der Beschwerden, wobei hier die Ernährung eine entscheidende Rolle spielt. Tritt keine Besserung ein, setzen wir entsprechende Medikamente ein. Dazu zählen beispielsweise Säureblocker, wie Omeprazol. Die Therapie dauert in der Regel mehrere Wochen bis die Symptome abklingen. Zusätzlich setzen wir lokal wirkende Medikamente wie Hustenreizunterdrücker (Silomat) und entsprechende Rachentherapeutika (Sprays oder Gurgellösungen) ein. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Schlafgewohnheiten so ändern, dass Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen.

ÄNDERUNG DER LEBENSGEWOHNHEITEN

Dazu zählen der Abbau von Übergewicht und Stress. Ebenso sollten Sie spezielle Ernährungsempfehlungen beachten.

ABBAU VON ÜBERGEWICHT

Aufgrund der vermehrten Leibesfülle bei Übergewicht erhöht sich der Druck im Bauchraum. Die Druckverhältnisse begünstigen den Rückfluss vom Speisebrei, besonders im Liegen. Um den gesteigerten Magendruck zu vermindern, sollten Sie bestehendes Übergewicht abbauen. Diese Maßnahme reicht bei milden Formen häufig aus, um die Symptome zu beseitigen oder zu lindern.

STRESSABBAU

Magensäure hilft, die Nahrungsbestandteile zu verdauen.
Damit die Säure den Magen nicht angreifen kann, schützt er sich durch eine Schleimschicht, die ihn von innen auskleidet. Bei gesunden Menschen befi ndet sich die Produktion von Schleim und Säure im Gleichgewicht. Stress stört diese empfindliche Balance. Um eine erhöhte Säurebildung zu vermeiden, sollten Sie Ihren Stress möglichst nachhaltig reduzieren. Regelmäßiger Sport und Auszeiten verweisen auch die brennende Säure in ihre Schranken.

Patienteninformation
Reflux- Laryngitis
PDF – 1,5 MB

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